Projektierung

Aus einem Grundstück wird ein Vorhaben

Ein Grundstück trägt oft mehr, als man ihm ansieht – und was darauf entsteht, findet seine Käufer oder Mieter, wenn es zur Lage passt. Wir begleiten Neubauvorhaben von der ersten Einschätzung an, in Zusammenarbeit mit erfahrenen Architekten – vom einzelnen Haus bis zur Wohnanlage.

Vom Grundstück zur bezogenen Wohnung

Vermarktung steht nicht am Ende eines Bauvorhabens. Sie beginnt, sobald Pläne und Baugenehmigung vorliegen, und läuft mit dem Bau mit. Ob die Einheiten am Ende verkauft oder vermietet werden, entscheidet sich früh – und wirkt darauf zurück, wie gebaut wird.

Ein leeres, planiertes Baugrundstück an einer Dorfstraße, mit orangefarbenen Absteckpflöcken und einem Stapel Bordsteine. Links ältere Ortshäuser, rechts ein Neubau, dahinter Weinberge.
Schritt 1 – Das Grundstück

Der Bagger kommt später. Die Interessenten früher.

Abgeräumt, abgesteckt, die Planung steht. Ab hier lässt sich das Vorhaben anbieten – mit Grundrissen und Baubeschreibung, ob zum Verkauf oder zur Vermietung.

Dasselbe Grundstück mit einer tiefen Baugrube für die Tiefgarage, einem Kettenbagger darin und großen Erdhaufen an den Rändern.
Schritt 2 – Der Aushub

Was jetzt im Boden liegt, bleibt dort.

Mit dem Aushub ist festgelegt, wo das Gebäude auf dem Grundstück steht.

Die fertige Sohle der Tiefgarage mit den ersten Betonwänden, Schalungstafeln und aufragender Bewehrung, ringsum ein Bauzaun.
Schritt 3 – Die Tiefgarage

Die Tiefgarage steht.

Jetzt erkennt man die Umrisse: wie das Gebäude auf dem Grundstück sitzt, wie es zur Straße steht, wo die Zufahrt liegt. Aus Plänen wird etwas, das man ansehen kann.

Der graue Betonrohbau der ersten beiden Geschosse mit leeren Fensteröffnungen, Gerüst an der Fassade und einem Turmdrehkran daneben, rechts die fertige Tiefgaragenrampe.
Schritt 4 – Der Rohbau wächst

Die Besichtigung kann beginnen.

Vermarktet wird längst – seit Plänen und Baugenehmigung. Neu ist, dass man es betreten kann: Wer sich einen Grundriss nicht vorstellen kann, steht jetzt darin.

Der vollständige Rohbau über alle drei Geschosse einschließlich des zurückgesetzten Staffelgeschosses, rundum eingerüstet.
Schritt 5 – Der Rohbau steht

Jede Wohnung hat jetzt ihre Aussicht.

Erst wenn das oberste Geschoss steht, lässt sich sagen, was man von wo aus sieht. Bei den oberen Einheiten ist das oft das Argument, das den Ausschlag gibt.

Derselbe Bau mit eingesetzten Fenstern in dunklen Rahmen und geschlossenem Dach, die Wände noch unverputzt, das Gerüst steht noch.
Schritt 6 – Fenster und Dach

Das Haus ist dicht.

Fenster drin, Dach zu, Gerüst noch dran. Ab jetzt wird innen weitergearbeitet, unabhängig vom Wetter.

Das fertige dreigeschossige Mehrfamilienhaus, verputzt in warmem Weiß, mit tiefen Loggien, Tiefgaragenrampe rechts und angelegtem Vorgarten.
Schritt 7 – Bezugsfertig

Jetzt zählt, was zugesagt wurde.

Abnahme, Restarbeiten, Übergabeprotokoll.

Dasselbe Haus in der Dämmerung: warm erleuchtete Fenster, bepflanzte Loggien und ein beleuchteter Eingang.
Schritt 8 – Bezogen

Jetzt beginnt das Haus zu leben.

Und wir bleiben ansprechbar – für die Verwaltung, für die nächste Vermietung, für den nächsten Verkauf.

Die Aufnahmen sind computererzeugt und zeigen kein bestimmtes Objekt. Sie veranschaulichen den Ablauf, sie belegen ihn nicht.

Was wir übernehmen

  1. Das Grundstück beurteilen

    Lage, Zuschnitt, Erschließung und Umfeld – und die Frage, welchen Preis ein Grundstück in dieser Lage trägt.

  2. Klären, was sinnvoll darauf entsteht

    Was baurechtlich möglich ist, klärt der Architekt. Wir bringen ein, was am Markt tatsächlich gesucht wird – Wohnungsgrößen, Zuschnitte, Ausstattung.

  3. Das Vorhaben rechnen

    Eine nüchterne Gegenüberstellung von erzielbaren Erlösen und Kosten, bevor Verpflichtungen eingegangen werden.

  4. Die Einheiten vermarkten

    Vermarktung schon während der Bauzeit, mit Unterlagen, die Interessenten verstehen – Grundrisse, Baubeschreibung, Wohnflächenberechnung.

  5. Übergabe und danach

    Begleitung bis zum Notartermin und zur Übergabe. Wird eine Verwaltung gebraucht, steht sie im eigenen Haus bereit.

Zusammen mit Architekten

Wir sind Makler, keine Planer. Was gebaut werden kann und wie es gebaut wird, gehört in die Hände von Architekten – wir arbeiten dafür mit Büros zusammen, die wir seit Jahren kennen.

Unsere Seite der Sache ist der Markt: Wir sagen Ihnen, was sich in dieser Lage verkaufen oder vermieten lässt, in welchen Größen und zu welchen Preisen. Diese Einschätzung steht am Anfang, nicht am Ende – sie beeinflusst, wie geplant wird, und erspart teure Korrekturen, wenn schon Beton steht.

Warum früh vermarkten die Finanzierung erleichtert

Der Grund, aus dem wir während der Bauzeit vermarkten und nicht danach, ist nicht der Vertrieb. Es ist die Finanzierung.

Verkaufte Einheiten sind eine Sicherheit. Wer bei seiner Bank sitzt und bereits Käufer oder Mieter vorweisen kann, verhandelt aus einer anderen Lage als jemand, der nur eine Kalkulation dabei hat. Wie eine Bank das gewichtet, entscheidet sie im Einzelfall.

Nach der Makler- und Bauträgerverordnung fließt Geld schon während des Baus. Sie erlaubt es, den Kaufpreis nach Baufortschritt in Raten abzurufen, statt erst bei der Übergabe. Vorgesehen sind dreizehn Bauabschnitte, die zu höchstens sieben Raten gebündelt werden dürfen. Der erste Abruf setzt unter anderem einen wirksamen Vertrag, die Auflassungsvormerkung, die Freistellung von Grundpfandrechten und die Baugenehmigung voraus.

Zusammen verschiebt das den Kapitalbedarf. Wer früh vergibt, muss einen kleineren Teil des Baus zwischenfinanzieren – und verhandelt aus einer besseren Lage. Wer erst nach der Fertigstellung vermarktet, trägt die Bauzeit vollständig selbst.

Das ist unsere Einschätzung aus der Vermarktung, keine Finanzierungs- oder Rechtsberatung. Was im Einzelfall gilt, gehört zwischen Sie, Ihre Bank und den Notar. Wir liefern dazu die Seite, die wir beurteilen können: was sich in dieser Lage vergeben lässt, in welchen Größen und zu welchen Preisen.

Große wie kleine Vorhaben

Ob ein einzelnes Haus auf einem Grundstück im Ort oder eine Wohnanlage mit mehreren Einheiten – wir stehen für kleine wie für große Projekte zur Verfügung. Kein Vorhaben ist uns zu klein, und bei den größeren bringen wir die Erfahrung aus über dreißig Jahren Vermittlung, Verwaltung und Projektierung ein.

  • Eigentümer eines Grundstücks, die wissen wollen, was sich darauf lohnt
  • Bauherren, die neben der Planung eine Einschätzung des Marktes brauchen
  • Erbengemeinschaften mit einem Grundstück, über dessen Zukunft entschieden werden muss
  • Investoren, die ein Vorhaben von der Vermarktungsseite her prüfen lassen wollen

Ein Grundstück, aber noch keinen Plan?

Ein erstes Gespräch kostet nichts und klärt oft schon, ob sich das Weiterdenken lohnt.

Nach der Fertigstellung braucht die Anlage eine Verwaltung. Wir verwalten seit 1989 Eigentümergemeinschaften und vermietete Objekte in Rheinhessen. Wenn jemand den laufenden Betrieb übernehmen soll, sprechen Sie uns an.

Zur Hausverwaltung